Foto: Bussmann

 
 

The Fall of the House of Usher

 
A performance in gothic style based on Edgar Allan Poe’s classic tale of decay, demise and doom. 
 
by Lindy Annis, Nicholas Bussmann and Lucile Desamory
 
Die Performance „The Fall of the House of Usher“ basiert auf Edgar Allan Poes Klassiker „Der Untergang des Hauses Usher“ aus dem Jahr 1838. Die Erzählung beschreibt den Verfall eines Hauses und seiner Bewohner, die Auslöschung einer gesamten Familienlinie.

Drei Menschen 
 
Der Komponist und Musiker Nicholas Bussmann übernimmt die Rolle des nervösen Roderick Usher und haucht dem Haus mit Hilfe der unheimlichen Klänge seines Harmoniums Leben ein. 
 
Lucile Desamory, die Schöpferin des Hauses, streift als die moribunden, wahnsinnigen Madeline Usher lautlos umher. 
 
Lindy Annis führt als Erzählerin durch die atmosphärischen Texte Edgar Allan Poes. 
 
 
Poes Erzählung wird als literarische Grundlage für eine installative Performance, die sowohl gleichzeitig eine dunkle Fantasie über den Verfall von Körper und Psyche als auch Kommentar zu einer untergehenden Gesellschaft ist.
 
Die “Mansion of Gloom”, das alte Stammschloss der Familie Usher, wurde durch die bildende Künstlerin Lucile Desamory als bespielbare Papierarbeit errichtet. Die Idee eines Hauses, reduziert auf einen Raum, in dem alle Handlungen stattfinden. Es erinnert an ein Kartenhaus – die Wände sind nur angedeutet, Türen und Fenster scheinen im Raum zu schweben, der scheinbar solide Steinfußboden entpuppt sich als fragile Papierfläche. 
 
Durch den Einsatz von einigen wenigen punktuellen Lichtquellen erinnert die Performance an ein Schattenspiel. Allein Stimme, Klangteppich und der minimale Einsatz präziser Bewegungschoreographien tragen die Erzählung und steigern die Spannung. Dem Publikum wird Raum gelassen für eigene Bilder, denn das Schaudern entsteht meist aus der Antizipation des Geschehens, nicht aus dem tatsächlichen Geschehen.
 
Die Performance reiht sich in Lindy Annis´ Literaturbearbeitungen wie Oscar Wildes „Salome“ und James Joyce „Ulysses“ ein und verknüpft diese mit ihren Arbeiten über das Körpergedächtnis wie „House of Memories“ und „The Body Archive“. 
 
Von und mit: Lindy Annis, Nicholas Bussmann, Lucile Desamory
Produktionsmanagement: Nina Klöckner
Technische Leitung: Todosch Schlopsnies
 
Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.