Foto Thomas Aurin
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Warburgs Memo

Konzept: Lindy Annis

Von und mit: Lindy Annis, Antonia Baehr, Nicholas Bussmann

Premiere: Hebbel-am-Ufer 3, Berlin Oktober 2008

80 Minuten in Englisch und Deutsch

Katja Wetzel, Bühne
Götz Dihlmann, technische Leitung
Summer Banks, Produktions-Assistenz
Christina Runge + Katja Timmerberg, Produktionsleitung


Leidschatz, Denkraum, Eilsiegbringitte, Bewegtes Beiwerk, Siegerpathos, Muskelrhetorik, Orgiastische Massenergriffenheit, Harmonikalisches System, Magna Mater, Wissenschaftlerei, Gute Nachbarschaft, Pathosformel, Mnemosyne.

 

Anhand der Arbeit des Kunsthistorikers Aby Warburg mit seinen Theorien zum ikonographischen Ausdruck in Bildern werden die Wurzeln der Körpersprache unserer Gesellschaft untersucht. Zusammen mit der Dramaturgin Antonia Baehr und dem Komponisten Nicholas Bussmann erprobt Lindy Annis die Rolle des eigenen Körpers als unbewusster Träger von Pathos und als Medium kultureller Erinnerung.

 

Der Kunsthistoriker Aby Warburg (1866 - 1929), Erforscher der Ikonographie und Gründer der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek, stammte aus einer jüdischen Hamburger Bankiersfamilie. Der Bilderatlas Mnemosyne ist sein Hauptwerk. Ca. 70 schwarze Bildtafeln, auf die er Fotografien von Bildern anheftete, wurden jeweils zu einem bestimmten Thema immer neu geordnet. Die Tafeln dienten seinen Vorträgen, die im Lesesaal der Bibliothek stattfanden, in denen er das Weiterleben der Antike in der europäischen Kultur anschaulich machte.

 

In Warburgs Memo werden die Bildtafeln zu Bildtafelstuecken und die Bibliothek wird zum Bühnenraum: Vortrag, Theaterspiel und räumliche Führung zeigen einen Weg durch Warburgs assoziatives Denken. Das Publikum bewegt sich durch den Warburgschen "Denkraum" und an seinen "Pathosformeln" entlang: Das Appolinische und das Dyonisische, der Intellekt und die Leidenschaft, Gegenwart und Vergangenheit, Erinnnerungsstücke an Aby Warburg, Lindy Annis, Antonia Baehr, Nicholas Bussmann

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten sowie durch den Fonds Darstellende Künste e.V.

Mit herzlichem Dank an das Warburg Haus Hamburg und The Warburg Institute London für das Überlassen des Bildmaterials.